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Hilfe Bin einfach nur traurig

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Baba

unregistriert

1

Samstag, 9. April 2011, 22:37

Bin einfach nur traurig

Hallo zusammen,

sitze mal wieder alleine zuhause und bin unendlich traurig. Weiss nicht, wieviele Tränen ich in letzter Zeit vergossen habe und leider fehlt mir auch jemand zum Reden. Eigentlich bin ich ja nur Angehörige, aber ich leide wahnsinnig unter der Situation und bin momentan in einem fürchterlichen Loch, wo ich nicht mehr rauskomme. Mein Mann wohnt zurzeit in einer anderen kleinen Wohnung und geht 1x wöchentlich in die Therapie und 1x in Gruppenstunde. Kommt täglich nach Hause zum Essen, geht arbeiten, abends dann wieder in seine Wohnung. Sein Therapeut sagt, er solle alles machen, was ihm Freude macht. Also übt er seine Hobbies aus (auch abends). Er braucht Ruhe und nimmt Medikamente. Wir haben zwei Kinder (Teenager) und ich bin mit der Situation einfach überfordert, da ich mich um alles selbst kümmern muss und versuche, dass er keinen Aerger etc. mitkriegt. Ich frage mich einfach immer, warum er nicht zuhause wohnen kann, alles tun und lassen kann, ausser zuhause zu sein? Wir verstehen uns gut, bis er manchmal seine Wutanfälle kriegt, die sind aber recht gering. Meine Liebe zu ihm ist sehr gross, deshalb mache ich das zurzeit auch mit. Trotzdem sind meine Aengste riesengross, dass wir nicht mehr richtig zusammenfinden. Und ob wir jemals wieder eine richtige Familie sein werden? Was soll ich tun und was nicht? Liebe Grüsse Baba

sintemor Männlich

Mitglied

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Therapiestatus: ambulante Therapie

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Wohnort: Rheinland-Pfalz

2

Samstag, 9. April 2011, 22:51

Ich verstehe Dich, erstens ist es schwer aus der Ferne nah zu sein und die Verlustängste sind auch nur natürlich.
Ich habe aber leider keinen Rat für Dich, wenn es ihm Freude macht zu Hause zu sein müsste er das doch auch machen dürfen. Hattest Du nicht die Möglichkeit mit dem Therapeuten zu sprechen? Als ich in der dreiwöchigen stationären Therapie war, habe ich mir ein Paargespräch gewünscht, ohne Probleme mit meiner Frau zu haben, ich wollte dass sie auch versteht warum so therapiert wird und wie sie erkennen kann dass es mir wieder schlechter geht.

Vielleicht sprichst Du, mit Deinem Mann, mal in dieser Richtung mit dem Therapeuten, es kann nur nützlich sein. Ich drücke Dir und Deiner Liebe die Daumen. :kopf hoch:
Keine Signatur ist ja auch keine Schande.

Fitnesssocke Weiblich

Moderator

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Therapiestatus: ambulante Therapie

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Stimmung: umfallen

3

Sonntag, 10. April 2011, 15:23

Hallo Baba,

ich würde ebenfalls zu einem Gespräch mit dem Therapeuten deines Mannes raten. Du kannst dort auch deine Ängste äußern und dass du mit den zwei Kids alleine überfordert bist. Ich kenne deinen Mann nicht, aber da du erwähnt hast, dass er manchmal Wutanfälle kriegt, ist es vermutlich entspannter, mit ihm im Beisein eines Therapeuten zu reden, als nur unter vier Augen.

Seit wann hat er denn die Diagnose? Wenn das alles noch "ganz frisch" ist, kann ich schon verstehen, dass er Zeit für sich und Abstand braucht. Borderline ist schließlich nichts, das nach ein, zwei Gesprächen wieder verschwindet (das weißt du sicher auch). Er wird die kommenden Jahre lernen müssen, damit zurecht zu kommen.

Ich drück euch die Daumen, ihr schafft das! :thumbup:
Immer wenn man etwas schlechtes über jemanden sagt, heißt es gleich: "Du bist doch bloß neidisch!" Was ist nur los mit dieser Welt? Traut denn keiner mehr dem anderen aufrichtigen Hass zu?
(V.V.)

Neuer Versuch:
Radikalmoral
..Todo saldrá bien..

Baba

unregistriert

4

Freitag, 15. April 2011, 22:26

vielen Dank für Eure Antworten

Hallo, vielen Dank für die ermunternden Worte und den Vorschlag für eine Paartherapie. Ich versuche mal, ob das möglich ist. Keine Ahnung, ob das auf offene Ohren stösst oder nicht. Ich fühle mich einfach viel alleine und das tut einfach nicht gut. Hat man dann nicht irgendwann das Gefühl, man müsste getröstet werden? Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass es mir etwa gleich geht wie ihm, einfach auf eine andere Art. Jedoch habe ich mich im Griff und weiss, wie ich mit den Situationen umgehen muss - jedenfalls meistens. Mir geht es eigentlich nur schlecht, wenn ich zuviel alleine bin, das tut einfach nicht gut. Wenigstens kann ich mich hier etwas austauschen, das tut gut und dafür vielen Dank! Habe ich sonst noch Möglichkeiten, was ich in der derzeitigen Situation machen könnte? Ich wünsche Euch eine gute Zeit und grüsse Euch. Eure Baba

Mima Weiblich

Moderatorin

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2006

Beiträge: 9 726

Status: Betroffene/r

Therapiestatus: Therapiepause

Geburtstag: 11. Juli 1968 (43)

Wohnort: D-BaWü

5

Samstag, 16. April 2011, 22:37

Dein Mann hat sich eine Käseglocke übergestülpt und Du stehst voll im Wind... ist dieses "Schonprogramm" wirklich gut für ihn? Wie empfinden das Eure Kinder, dass er sich so ausklinkt? In der Situation finde ich, dass nicht nur ein Paargespräch angezeigt ist, sondern dass auch Eure Kinder mit eingebunden werden sollten. Die müssen das zum einen auch irgendwie verarbeiten und vorallem bilden sie ja mit Dir im Moment eine Interessengemeinschaft, die diese ganze Zeit möglichst gut und unbeschadet überstehen sollte. Ich wünsche Euch, das Ihr eine gute Lösung findet!

Wie sieht es mit Deinen freien Abenden aus? Gönnst Du Dir so etwas überhaupt oder bist Du jetzt in dieser Allverantwortlichkeit so gefangen, dass Du Dir selber keine Aktivitäten mehr zugestehen magst?
Alles wird gut! ... und wenn mal was nicht gut ist, ist es noch nicht fertig.

In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas
\\//

Emmy

unregistriert

6

Samstag, 23. April 2011, 10:51

Hallo Baba!

Ich habe deine Zeilen gelesen und finde es toll wie Du deinem Mann den Freiraum lässt!
Auch habe ich die anderen Antworten gelesen und an allen ist etwas wahres dran.
Da ich die letzten 5 Wo. in einem tief bin (jetzt die 5 Wo. gehts endlich besser) muß ich sagen aus allem rausgehalten werden in der Familie passt auch nicht.
Es ist leider schwer ein mittel Ding zu finden, bei uns würde es mit der Familie Therapie n. klappen.Mein Mann hat endlich verstanden nach sehr langer Zeit das es eine Krankheit ist Depri;s zu haben.Wobei ich das noch nicht sicher Weis, da meine Mutter Schitzoprenie hat denke ich es geht halt in die Richtung.
Wenn es möglich ist dann würde ich doch über eine Gesprächtsterapie (auch alleine) nachdenken,damit Du in der ganzen Sache nicht untergehts!!!

Auch wollte ich Dich noch Begrüßen, da Du wie ich noch neu hier bist!

Ich wünsche Dir viel kraft! l.g. Emmy

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